ANNIK RAUH

Mitarbeiter wertschätzen. Wir sprechen über Beispiele.

Wie Du es schaffst, dass Deine Mitarbeiter wertschätzen, was Du für sie tust und wie Du damit echte Zufriedenheit im Team erreichst. 

01 Mitarbeiter wertschätzen

Wie Du es schaffst, dass Deine Mitarbeiter wertschätzen, was Du für sie tust und wie Du damit echte Zufriedenheit im Team erreichst...

Mitarbeiter wertschätzen. Wir sprechen über Beispiele.

Da stellst Du Dich als ChefIn wertschätzungstechnisch auf den Kopf und organisierst Events, zahlst Boni, stellst Firmenwägen. Schließlich liegen Dir Deine MitarbeiterInnen am Herzen. Und trotz allem erhältst Du ab und an das Feedback, dass sich KollegInnen nicht wertgeschätzt fühlen? Mitarbeiter wertschätzen ist nicht so einfach, wie es klingt. 

Woran das liegen kann und wie Du mit kleinen Veränderungen erreichst, dass Deine Wertschätzung bei Deinem Team wirklich ankommt, erfährst Du im Video (LINK). Denn Mitarbeiter wertschätzen ist kein Schnellschuss, sondern ein Dauerlauf.

 

Wichtiges Werkzeug zur wahren Wertschätzung:  

 
Resilienz entwickeln. 

Vielleicht kennst Du das: Im Stress geraten wir ins Notfallprogramm. Die Wahrnehmung verkleinert sich, der Tunnelblick setzt ein. Solche Stressmomente werden immer wieder ungeplant kommen. 

Als ChefIn sind es gerade die stressigsten Momente, in denen im Team heikle Themen behandelt werden müssen. In solchen Momenten können sich MitarbeiterInnen schnell ungerecht behandelt fühlen. Wertschätzung adé! 

Natürlich wirst Du solche Situationen nicht vermeiden können. Aber mit ein bisschen Training bist Du auch für spontane Zwischenfälle besser gewappnet. Das Ergebnis: Du behältst einen klaren Kopf und Deine ruhige Ausstrahlung überträgt sich auf Dein Team. Der erste Schritt zur echten Wertschätzung ist gemacht. 


Im Gespräch bleiben.

Wenn Du konstant mit Deinen MitarbeiterInnen im Dialog bleibst, können unangenehme Überraschungen vermieden werden. Durch regelmäßige Gespräche entsteht bei Deinen MitarbeiterInnen ein besseres Verständnis für Deine Entscheidungen.

Wenn Du darauf achtest, im Grundton Zuversicht und Sicherheit zu erzeugen und zu Deinen Fehlern stehst, wirkst Du als Führungskraft nahbarer. 


Augen und Ohren offen halten. 

Eine gesunde Basis.

Die MitarbeiterInnen brauchen ein würdiges Umfeld, um sich im Betrieb wertgeschätzt zu fühlen. Ein ordentliches Mittagessen und Sozialleistungen sind da offensichtlich. Aber wie steht es mit einem schönen, hellen Umkleideraum? 

Was simpel klingt, ist vielerorts keine Selbstverständlichkeit. Schade eigentlich, immerhin ist die Umkleide der erste und der letzte Eindruck, den wir unseren MitarbeiterInnen täglich mitgeben.


Persönliche Themen wahrnehmen und Mitarbeiter wertschätzen. 

Im Gespräch bleiben heißt auch, dem Team zuzuhören und auf die persönlichen Themen einzugehen. Gibt es Kleinigkeiten, die man als ChefIn leicht ändern kann, um die MitarbeiterInnen zu entlasten? 

Wie kannst Du beispielsweise den Mitarbeiterschlüssel so aufstellen, dass immer jemand spontan einspringen kann?


Wir helfen aus. 

Meine Kollegin Lisa und ich haben uns genau auf diesen Punkt spezialisiert und helfen Betrieben im Gastgewerbe, nachhaltig ein belastbares Team aufzubauen.

Wenn Du für Deinen Betrieb den Weg aus dem Mitarbeitermangel einschlagen willst, dann triff Lisa und mich auf eine virtuelle Tasse Kaffee. Das kostet nichts und danach kannst Du immer noch entscheiden.

 

„Es gibt nichts besseres als ein Gespräch mit dem Mitarbeiter, bei dem man sich bei einer Tasse Kaffee in die Augen guckt.“


Brücken schlagen über Kommunikation.  

Eine wertschätzende Grundatmosphäre.

Authentizität – Was steckt dahinter? Wann genau nehmen Deine Mitarbeiter Dich als authentisch wahr? 

Erst wenn eine Führungskraft sich ihren Mitarbeitern gegenüber öffnet und sich traut, einfach sie selbst zu sein, wirkt sie nahbar. Mit allen Ecken, Kanten und Fehlern.


Einen offenen Raum für die Meinung der MitarbeiterInnen schaffen. 

Es hilft außerdem, sich die Zeit nehmen, um zuzuhören: im Flurgespräch, in der kleinen Gruppe oder auch als schriftliche und anonyme Umfrage. 

„Wie geht es dir?“ oder „welche Verbesserungsvorschläge hast Du?“ sind offene Schlüsselfragen, die die MitarbeiterInnen zum Nachdenken anregen.


Mitarbeiter wertschätzen durch Kommunikation als stärkstes Tool. 

Egal ob in der WhatApp-Gruppe, in der Morgenkaffee-Runde oder ein Zoom-Chat: Damit die Dynamik im Team von positiven Eindrücken dominiert wird, ist es unabdinglich, immer wieder solche Berührungspunkte zwischen den MitarbeiterInnen untereinander und Dir als Führungskraft zu schaffen.


Klares Feedback geben.

Dein offenes Ohr ist die wichtigste Tür zur Wertschätzung. Danach kommt es auf Deine Reaktion an – Feedback rules! Denn das Gegenteil von wertschätzen ist versanden lassen. 

Besonders motivierend für Dein Team kann eine 24-Stunden Policy für konkrete Maßnahmen sein. Wenn ein Vorschlag im höflich-freundlichen Nichts verhallt, wird die Servicekraft ihre nächste Idee vielleicht gar nicht mehr mitteilen.


Aktiv auf die MitarbeiterInnen eingehen.

Zuhören und Handlungen folgen lassen.

Ideal ist es, wenn die Idee sofort umgesetzt wird – natürlich immer mit einer Würdigung der Ideengeberin. Deine Taten sprechen lauter als Deine Worte, das gilt auch für die Wertschätzung. 


Aber was ist, wenn eine Idee nicht sofort umsetzbar ist?

Auch hier hat Dein Team Anspruch auf klares Feedback. Ausweichende Formulierungen sind zwar höflich, aber wenig hilfreich. 

Also statt herumdrucksen, lieber ein klare Ansage machen, zum Beispiel indem das Thema auf die Teambesprechung in 3 Monaten gelegt wird. 


Und wenn ein Vorschlag einfach gar nicht passt?

Besonders bei Vorschlägen, die nicht das Gelbe von Ei sind, darf Dein Feedback klar – und trotzdem wertschätzend – sein: „Da sprichst Du einen wichtigen Punkt an. So wie Du es bis jetzt beschreibst, können wir das nicht umsetzen, weil… Vielleicht finden wir ja noch eine Alternative, die wir jetzt umsetzen können?“ 


Wie Du „schrägem Verhalten“ begegnest.

Vielleicht hast Du schon mal erlebt, dass manche Teammitglieder nicht sachlich antworten, eine abweisende Körpersprache an den Tag legen oder einfach gar nichts sagen. Schau genau hin, worum es Deinen MitarbeiterInnen wirklich geht. 

Mit ihrem „schrägen“ Vorschlägen oder auffälligem Verhalten signalisieren Dir ewige Nörgler, Besserwisser oder auch die ganz stillen Mäuschen im Team, dass möglicherweise ein Ungleichgewicht besteht. In der Gruppe reicht ein kurzes neutrales Statement dazu. Die weitere Klärung darf dann unter vier Augen erfolgen.

Ein netter Chef, nette Kollegen und Spaß bei der Arbeit sind den MitarbeiterInnen meistens wichtiger als das Gehalt.

 

Wie Du klares Feedback gibst, wenn Du keine Antwort hast.

Wenn Du eine Frage nicht sofort beantworten kannst: „Dazu kann ich Dir jetzt noch keine Antwort geben. Ich melde mich bis … Uhr bei Dir.“ Falls Du etwas grundsätzlich nicht weißt, ist auch hier die ehrliche Antwort authentischer und damit wertschätzender als eine Beschönigung oder eine Halbwahrheit.

Aus Zuhören und klarem, schnellem Feedback ergibt sich eine win-win-Situation: Du als Führungskraft findest schnell viel über den eigenen Betrieb raus und das Team fühlt sich in seinen Sorgen und Anliegen ernstgenommen. Je mehr Dein Team mitgestaltet, desto stärker ist die emotionale Bindung.


Was den MitarbeiterInnen wirklich wichtig ist.

Mitarbeiter wertschätzen – auch monetär.

Geld ist und bleibt ein Hygienefaktor. Das Gehalt muss in der Wahrnehmung des Mitarbeiters stimmen und bildet eine wichtige Grundlage für die Zufriedenheit. Solange Dein Team gehaltstechnisch am Minimum herumkrebst, steht das Thema Wertschätzung auf wackeligen Beinen. 

Ein Weg, Deinen MitarbeiterInnen mehr auszuzahlen kann die Nettolohnoptimierung sein. Dirk und ich von den Gastro-Angels sind spezialisiert auf das Thema und zeigen Dir unverbindlich, welches Lohnmodell für Deinen Betrieb Sinn macht. Also: Get money topic off the table – und schaff damit eine solide Basis.


Die Weichen für zufriedene MitarbeiterInnen stellen.

Doch auch wenn Geld sehr wichtig ist, wird es in Umfragen zur Zufriedenheit erst an vierter Stelle genannt. Vorher kommen: netter Chef, nettes Kollegium und Spaß bei der Arbeit. Die vermeintlich weichen Punkte machen das meiste aus. 

Dazu gehört auch, dass die Arbeit sich sinnvoll anfühlt. Wenn Dein Team mit seiner Arbeit einen Beitrag für etwas Größeres leistet, fühlen die meisten MitarbeiterInnen eine tiefe innere Zufriedenheit. 


Verständnis zeigen. 

Damit die MitarbeiterInnen Deine Wertschätzung spüren, kannst Du transparent in Deiner eigenen Leistung sein. Auch als Führungskraft darfst Du zeigen, was Du für das Team und den Betrieb leistet. 

Klar ist damit weder Selbstbeweihräucherung noch Selbstmitleid gemeint. Im schlimmsten Fall beziehen MitarbeiterInnen Deine negative Ausstrahlung auf sich selbst oder schalten langfristig angesichts Deiner Ausstrahlung auf Durchzug. 

Für ein nettes Lächeln und ein „Guten Morgen“ sollte es immer reichen, egal wie groß der Stress ist. Wenn Du Dich fragst, wie Du Deine Ausstrahlung positiv verändern kannst: eine kurze tägliche Meditation kann erstaunlich effektiv sein – zum Beispiel mit der App „Headspace“. Dafür reichen täglich fünf Minuten.

 

Den Blick ändern. 

Perspektivwechsel wagen und MitarbeiterInnen schätzen lernen.

Wenn Du deinen MitarbeiterInnen authentisch und offen Wertschätzung entgegenbringen möchtest, darfst Du bei Dir selbst beginnen. Nur wenn Du wertschätzend mit Dir selbst umgehst, kannst Du diese Wirkung auch auf Andere übertragen.

Wenn Du Dir wünschst, dass sich etwas im Team verändert, dann ist Dein schnellster Weg dorthin, Dich selbst zu verändern. 


Die Veränderung beginnt bei Dir selbst.

Hör also auf, bei Deinen MitarbeiterInnen die Fehler zu suchen und sie verändern zu wollen. Das steht überhaupt nicht in Deiner Macht. Was sehr wohl in deiner Macht steht, ist Deine eigene Haltung und Kritikfähigkeit. 

Als ChefIn hast Du großen Einfluss auf die Atmosphäre Deines Betriebs. Da reicht es schon, wenn Du den Raum betrittst. Wenn die Stimmung schlecht ist, dann liegt es vielleicht daran, dass Du nicht genug positive Impulse setzt. Trau dich, Kritik entgegenzunehmen – weg von Vorbelastung und Argwohn, hin zum ehrlichen Wohlwollen.


Immer weiter wachsen.

Der Weg dahin, als ChefIn vom Team besser wahrgenommen zu werden, bestreitet sich durch eine Menge Training. KeineR kommt als perfekte Führungskraft auf die Welt. 

Der wichtigste Tipp wenn Du Deine Mitarbeiter wertschätzen möchtest: Sei 100% da – mit allen Sinnen und ganzem Herzen. Dein Team wird es Dir gleichtun.

Deine 6 Schritte zu einem zufriedeneren Team:

  1. Schaffe eine gesunde Basis durch eine faire Bezahlung, z. B. durch Nettolohnoptimierung und Gewinnbeteiligung.

  2. Gehe mit Dir selbst wertschätzend um.

  3. Arbeite an Deiner eigenen Persönlichkeit, nicht an der Anderer.

  4. .Führe nicht mit Worten, sondern vor allem durch Dein Verhalten

  5. Hör genau zu und zeige Deine Wertschätzung durch Umsetzung.

  6. Sei auch geistig 100% „anwesend“, wenn Du im Betrieb bist.

Du hast nichts zu verlieren. Du kannst nur gewinnen.

Deine Annik

Signatur Annik